Grundsätze Schüler-Coaching


1. Der Schüler im coaching ist Partner, nicht „das Problem“ und nicht hilfsbedürftiger Patient. Vielmehr ist er Kunde in einem Beratungssetting, in welchem gemeinsam eine Analyse der Ausgangssituation stattfindet und die Entwicklung adäquater Lösungsstrategien erarbeitet wird. .

2. Das typische, sog. „Schülerverhalten“ ist weder institutionsspezifisch (Schule), noch auf ein bestimmtes Lebensalter beschränkt. Vergleichbare, hemmende und belastende Verhaltensstrukturen finden sich in allen Bereichen in Schule, Fort – und Weiterbildung. So begibt man sich im Coaching auf einen Weg, der auch in vielen Situationen auf dem späteren Lebensweg helfen und unterstützen kann. 

3. Es gibt nicht das richtige oder falsche Verhalten eines Menschen, sondern nur hemmende und fördernde Wege, mit gestellten Anforderungen zurecht zu kommen. Sie zu erkennen und zu hinterfragen ebnet den Weg, bewusst neu zu entscheiden, wie man zukünftig mit vergleichbaren Situationen umgehen will.

4. Die meisten Probleme entstehen aufgrund von unbewussten, nicht willentlich geplanten Herangehensweisen – man erkennt nicht was passiert, sondern nur dass das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht. Ein Bewusstsein und Erkennen dieser Strukturen öffnet Wege, um zukünftig selbstbestimmt situationsadäquat handeln zu können. 

5. Zumindest in höheren Klassenstufen ist – ähnlich wie bei der Karriereplanung und in Managementprozessen – ein professioneller Zielfindungsprozess ein hervorragendes Instrument zur Verbesserung der schulischen Leistungen. 

6. Fast alle schulischen Probleme liegen nicht in fehlendem, sondern nicht entwickeltem oder falsch eingesetztem Potential begründet. 

7. Schulische Konflikte sind häufig emotional aufgeladen. Eine unbewusste Verquickung der personalen und funktionalen Ebene der Lehrer – Schüler – Beziehung erschwert eine Klärung, oder kann sie in einzelnen Fällen sogar unmöglich erscheinen lassen. 

8. Die Abwehr – und Vermeidungsstrategien, die sich in problematischen Prozessen rund um Schule und Lernen verfestigen, sind „Energiefresser“. Allein diese Energie – sinnvoll eingesetzt – reicht aus, um die schulische Leistungsfähigkeit und damit das eigene Erfolgserlebnis eklatant zu steigern.

9. Ineffektiver Einsatz am Schreibtisch beansprucht zu viel Zeit, die sinnvoller für den notwendigen Freizeitausgleich genutzt werden sollte.